Platzgestaltung
Ihr habt es auf der Hauptversammlung erfahren: Wir haben im Februar nach 4 Jahren die Genehmigung zum Bau des Vereinsheims erhalten, allerdings unter insgesamt 14 Auflagen, die Nutzung, Gewässerschutz und Natur- und Landschaftsschutz betreffen.
Besonders die folgenden 2 Auflagen sind wichtig für das, was momentan auf dem Platz geschieht:
1. Die Genehmigung ist auf die Dauer des ordnungsgemäßen Betriebes des Hundetrainingsplatzes befristet.
2. Vor Erteilung der Baufreigabe sind die ungenehmigten Gebäude und baulichen Anlagen vollständig zurückzubauen.
War's das?
Nein, natürlich nicht. Wir machen weiter.
Wird Wastl jetzt geschlachtet?
Ich hoffe, Ihr traut uns das nicht wirklich zu!
Wastl und die Ziegen sind in der näheren Umgebung gut untergebracht worden. Davon werden wir uns sicherlich bei einem Sommerspaziergang überzeugen können.
Was genau passiert denn jetzt?
Wir wollen zum Winter wieder ein Dach über dem Kopf haben, daher wollen wir die Baufreigabe so schnell wie möglich erreichen. Das bedeutet, dass wir an den nächsten Samstagen Vereinsheim, Stall und die anderen Gebäude entfernen werden.
Dafür brauchen wir Eure Hilfe. Je mehr Leute anpacken, und wenn es nur für eine Stunde ist, um so eher sind wir fertig, und um so eher können wir auch die neuen Anlagen bauen. Dann wird es auch endlich wieder mehr Hindernisse auf dem Welpenplatz geben.
Wir werden dabei den Außenzaun als Letztes abbauen und als Erstes wieder neu errichten damit der Übungsbetrieb möglichst reibungslos weiterlaufen kann. Dabei werden wir die Übungsplätze neu gestalten
Wer möchte, kann sich unsere Planungen anschauen: Hier findet ihr die Geländeplanung und hier die Baupläne des Vereinsheims.
Warum ist das Ganze so kompliziert?
Zum Großteil dadurch, dass sich unser Gelände außerhalb von Ortschaften und nicht innerhalb baulich erschlossener Flächen befindet. Heisst im Klartext: Unser Gelände steht auf einem Acker, dort dürfen erstmal überhaupt keine Gebäude errichtet werden. Alle Bauten bedürfen einer Sondergenehmigung. Diese Genehmigung ist zweckgebunden. Das bedeutet, wir haben auch die Nutzung des Platzes als Hundetrainingsplatz beantragt. Mit der Genehmigung als Hundetraingsplatz sind wieder Auflagen verbunden (Zäune, Parkplätze, usw.).
Einfacher wäre es, wenn es für das Gelände einen Bebauungsplan gebe. Dies wäre durchaus möglich. Wenn jemand uns die dafür mindestens nötigen 10.000 EUR spenden möchte...?
Warum der Aufwand? Bei uns in der Gegend stehen überall nicht genehmigte Gebäude und es hat sich niemand dran gestört.
Hat sich eben doch. Jemand dran gestört. Im Landratsamt gibt es eine dicke Akte voller Verstöße unsererseits. So viel, dass uns die Räumung des Platzes droht, so oder so. Mit der Genehmigung als Hundetraingsplatz können wir den ganzen Betrieb in rechtlich sichere Bahnen lenken.
Den Platz gibt es doch schon so lange!
Wo kein Kläger, dort kein Richter. Leider gibt es aber im Baurecht kein Duldungs- oder Gewohnheitsrecht. Nur weil andere etwas machen, dürfen wir es nicht automatisch auch.
Wenn ich jahrelang ohne Führerschein Auto fahre, kann ich daraus ja auch kein Gewohnheitsrecht ableiten, ohne Führerschein weiter zu fahren, nachdem ich erwischt wurde, oder? :)
Und die Tiere?
Ohne Unterkünfte kann es keine Tierhaltung geben. Dass die Tiere zu unserem Übungsbetrieb gehören, war nicht zu vermitteln, schließlich gibt es genug Hundevereine ohne Tierhaltung.
Warum müssen Gebäude und Zäune abgerissen werden, nur um später wieder neu gebaut zu werden?
Die Gebäude und der Zaun werden unter Einhaltung der gültigen Vorschriften neu errichtet. Und seien wir mal ehrlich: Sowohl der Zaun, als auch das jetzige Vereinsheim sind auf gutem Wege, sich selber zu entfernen. Ärgerlich ist nur, dass wir erst alles abreißen müssen, bevor wir mit dem Neubau anfangen dürfen. Dabei geht es hauptsächlich darum, gegenüber den Ämtern Vertrauen zu schaffen.
Kommen die Tiere zurück?
Das lässt sich momentan nicht beantworten. Wie gesagt: Nicht die Tierhaltung wurde beanstandet, sondern nur die Gebäude. An diesem Punkt sind wir für jeden Gedanken dankbar. Es werden aber definitiv keine ungenehmigten Stallungen errichtet werden.
Bei uns in der Gegend baut jeder Bauer eine Scheune dort auf, wo er will!
Das mag richtig sein. Wir sind aber leider keine Landwirte.
Und noch mal: Abschaffung der Tiere und dieser ganze Aufwand nur, um ein genehmigtes Vereinsheim zu bauen?
Nein. Um den Platz weiterhin nutzen zu dürfen und nicht zusehen zu müssen, wie er mit Baggern, die wir hinterher auch noch selber bezahlen dürfen, plattgemacht wird.
Falls Ihr weitere Fragen habt, fragt die Ausbilder auf dem Platz oder direkt per e-mail unter info@HundefreundeAssamstadt.de